Musikalisches Intermezzo: Fremder Vogel

03.10.2026

20.00 Uhr

Einat Aronstein – Sopran
Oded Geizhals – Schlagzeug

Die Sopranistin Einat Aronstein und der Schlagzeuger Oded Geizhals präsentieren ein Programm mit Solo- und Duostücken, die sich mit Fremdheit, Verstörung und Vielseitigkeit befassen, von den Komponisten Richard Strauss, Hanns Eisler, Luciano Berio, Georges Aperghis, Oded Geizhals und John Yu.

Die jungen, hochversierten Musiker:innen sind beide in Israel geboren und konzertieren weltweit. Vor dem Hintergrund ihrer jüdischen Herkunft setzen sie sich gerade in dieser aufgeschreckten, dramatisch sich zeigenden Welt mit der Frage nach ihrem Sein auseinander.

Programm
Hans Eisler (1898–1962) – Über den Selbstmord, Erinnerung an Eichendorff und Schumann, Der Pflaumenbaum
John Yu (*1988) – Folding
Richard Strauß (1864–1949) – Drei Lieder der Ophelia Op. 67
Luciano Berio (1925–2003) – Sequenza III für Stimme
Oded Geizhals (*1990) – Fremder Vogel
Georges Aperghis (*1945) – Pub 1+2

Oded Geizhals und Einat Aronstein

Kartenverkauf

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Tickets für 10 € / 5 € ermäßigt sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich. Einlass und Abendkasse ab 19.00 Uhr.

not everything that glitters is gold

INTERMEZZI – Reihe für zeitgenössiche Musik im Kultursommer Rheinland-Pfalz

Zwischen den beiden Weltkriegen von den goldenen Zwanzigern zu sprechen wirft die Frage auf: ist alles Gold was glänzt? Hat sich in dieser Zeit nicht vorbereitet, was später zur größten Katastrophe führte: der 2. Weltkrieg und seine Folgen, allem voran der Holocaust? Es stellt sich die Frage nach dem Menschen, seiner Würde, seiner Freiheit, seiner Souveränität.

Die Kunst der 1920er im weitesten Sinne hat ihre besonderen Wege genommen. Durch die Erweiterungen der Tonsysteme, der Malerei, Plastik und neue Kunstgattungen wurden Keime gelegt für ihr vielfältiges, Grenzen überschreitendes und sprengendes Erscheinen im gesamten 20. Jahrhundert.

Das heutige gesellschaftliche wie politische Leben ruft ein Erinnern wach an diese Zeit. Auch hier, im 21. Jahrhundert sucht und fragt Kunst in ihrer Umsetzung nach den Bezügen zur stattfindenden Wirklkichkeit, die nach 100 Jahren eine verblüffende Ähnlichkeit aufzeigt.

In der Reihe Intermezzo 2026 in der Kunsthalle Trier soll in drei sehr unterschiedlichen Konzerten Bezug genommen werden durch ein weltübergreifendes Celloprojekt, eine multimediale Zeichen- und Stimmperformance die nach dem Lebenstrieb fragt und einem Liederabend der den Verlorenen eine Stimme gibt.

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für aktuelle Klangkunst Trier e.V.

Gefördert durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz