22.08.2026
19.30 Uhr
Magischer Realismus
Leseabend mit Weinprobe
mit Rainer Breuer und Ursula Dahm
Mit einem Augenzwinkern stehen die Geschichten dieses Abends im spannungsvollen Zusammenspiel von Wirklichkeit und Vorstellungskraft. Sie folgen den kleinen Rissen im Alltag, durch die das Seltsame oder Absurde schimmert. Denn manchmal genügt ein einziger schiefer Blick auf die Wirklichkeit, und schon zeigt sie sich von ihrer überraschendsten Seite. Zum Beispiel: Eine Burgruine, eine rätselhafte Fremde und Geschichten, die Sie lieber nicht als Aberglauben abtun sollten.
Oder: Alexander raucht einen Joint und erlebt einen surrealen Rausch, in dem Realität und Halluzination untrennbar miteinander verschmelzen. Szenenwechsel: Ein Mann. Eine Zahl. Eine Mission. Oder: 23 Tage. 23 Kapitel. Unzählige Beweise. Wer glaubt, Zahlen seien harmlos, wird ab sofort die 23 mit anderen Augen sehen. Schließlich: Kann die muntere Gattin den müden Ehemann von den Vorzügen der Meditation überzeugen? Stechender Humor und ein Kriminalfall, der Sie länger wach hält als jede Meditation.
Eine feine Weinprobe mit mehreren ausgewählten Weinen begleitet den Abend.
Beginn 19.30 Uhr
Einlass in die Ausstellung bereits ab 19.00 Uhr
Tickets: 10,00 Euro inkl. Leseabend, Weinprobe und Eintritt Ausstellung
Vorverkauf: rainbreu@t-online.de
In Zusammenarbeit mit dem Fach Kunstgeschichte der Universität Trier

Im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2026
Gefördert von



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Über die Ausstellung
Unter dem Titel „sondern jene mögliche Welt – Magische Realismen heute“ widmet sich das Projekt der Schnittstelle zwischen Realität und Imagination. Ausgangspunkt ist die kunsthistorische Strömung der der 1920er, die vom Kunsthistoriker Franz Roh (1890-1965) als „Magischer Realismus“ beschrieben wurde. Gemeint ist eine künstlerische Haltung, die präzises, oft nüchternes Abbilden der Wirklichkeit mit subtilen, teils surrealen Brechungen verbindet. Das Alltägliche erscheint dabei aufgeladen, das Nebensächliche gewinnt symbolische und psychologische Tiefe. Die kuratorische Leitfrage lautet: Wie verändert sich der Blick auf die Wirklichkeit, wenn Präzision und Sachlichkeit nicht allein der Dokumentation dienen, sondern das Unsichtbare, Rätselhafte und innerlich Aufgeladene im Alltäglichen sichtbar machen – und welche ästhetischen und inhaltlichen Ausprägungen erfährt dieses Spannungsverhältnis im 21. Jahrhundert?
Die Ausstellung versammelt zeitgenössische künstlerische Positionen, die den historischen Begriff des „Magischen Realismus“ in unsere Gegenwart übertragen. Detailgenauigkeit und klare Kompositionen verbinden sich mit aktuellen gesellschaftlichen, politischen und existenziellen Fragestellungen. Das Projekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Fach Kunstgeschichte der Universität Trier. Im Rahmen eines Praxissemesters sind Studierende in alle Phasen der kuratorischen Arbeit eingebunden – von der Recherche und Werkauswahl über die konzeptionelle Entwicklung bis hin zur Redaktion eines begleitenden Ausstellungskatalogs.

