26.07.2026

11.00 Uhr

Künstlergespräch mit Aris Kalaizis

Im Rahmen der Ausstellung spricht der Maler Aris Kalaizis mit Rainer Breuer in der Kunsthalle Trier über sein künstlerisches Schaffen und die Entstehung seiner Werke. Begrüßung Frauke Drewer, Stellvertretende Kuratorin der Kunsthalle Trier.

Aris Kalaizis, 1966 in Leipzig als Sohn griechischer politischer Emigranten geboren, studierte Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Arno Rink. Mit seinem Begriff des „Sottorealismus“ entwickelte er eine eigenständige Bildsprache, die Wirklichkeit und visionäre Bildwelten verbindet. Seine Werke wurden international in Museen und Galerien gezeigt, darunter in Leipzig, Frankfurt, Innsbruck, Assen, Beijing und New York. 2010 war er an der Biennale di Venezia vertreten.

Das Künstlergespräch ist kostenfrei.

In Zusammenarbeit mit dem Fach Kunstgeschichte der Universität Trier
Im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2026
Gefördert von
Aris Kalaizis, Der Traum des Dr. Belanushi, 2016 Öl auf Leinwand, 200 x 230 cm © Aris Kalaizis

Über die Ausstellung

Unter dem Titel „sondern jene mögliche Welt – Magische Realismen heute“ widmet sich das Projekt der Schnittstelle zwischen Realität und Imagination. Ausgangspunkt ist die kunsthistorische Strömung der der 1920er, die vom Kunsthistoriker Franz Roh (1890-1965) als „Magischer Realismus“ beschrieben wurde. Gemeint ist eine künstlerische Haltung, die präzises, oft nüchternes Abbilden der Wirklichkeit mit subtilen, teils surrealen Brechungen verbindet. Das Alltägliche erscheint dabei aufgeladen, das Nebensächliche gewinnt symbolische und psychologische Tiefe. Die kuratorische Leitfrage lautet: Wie verändert sich der Blick auf die Wirklichkeit, wenn Präzision und Sachlichkeit nicht allein der Dokumentation dienen, sondern das Unsichtbare, Rätselhafte und innerlich Aufgeladene im Alltäglichen sichtbar machen – und welche ästhetischen und inhaltlichen Ausprägungen erfährt dieses Spannungsverhältnis im 21. Jahrhundert?

Die Ausstellung versammelt zeitgenössische künstlerische Positionen, die den historischen Begriff des „Magischen Realismus“ in unsere Gegenwart übertragen. Detailgenauigkeit und klare Kompositionen verbinden sich mit aktuellen gesellschaftlichen, politischen und existenziellen Fragestellungen. Das Projekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Fach Kunstgeschichte der Universität Trier. Im Rahmen eines Praxissemesters sind Studierende in alle Phasen der kuratorischen Arbeit eingebunden – von der Recherche und Werkauswahl über die konzeptionelle Entwicklung bis hin zur Redaktion eines begleitenden Ausstellungskatalogs.