14.08.2026

20.00 Uhr

im Broadway Filmtheater, Paulinstraße 18, Trier

Das Broadway Filmtheater präsentiert innerhalb des Rahmenprogramms zur Ausstellung „sondern jene mögliche Welt – Magische Realismen heute“ den im Juni 2026 erschienenen Film „Resurrection“ des chinesischen Filmemachers Bi Gan. Er erzählt, passend zum Thema der derzeitigen Ausstellung, auf magische Art und Weise von einer dystopischen Zukunft, in der die Menschheit zwar Unsterblichkeit erlangt hat, aber dafür das Träumen aufgeben musste.

„In einer Welt, in der die Menschheit die Fähigkeit zu träumen verloren hat, bleibt eine Kreatur von den verblassenden Illusionen der Traumwelt fasziniert. Dieses Monster, das in seinen Träumen schwebt, klammert sich an Visionen, die niemand sonst sehen kann – bis eine Frau auftaucht. Sie hat die seltene Gabe, diese Illusionen als das zu erkennen, was sie wirklich sind, und beschließt, in die Träume des Monsters einzudringen, um die darin verborgene Wahrheit aufzudecken.“

Trailer und Tickets unter Broadway Filmtheater Trier:

https://www.broadway-trier.de/filme/kino-mit-kunsthalle-resurrection-51506/

In Zusammenarbeit mit dem Fach Kunstgeschichte der Universität Trier
Resurrection © 2025 Dangmai – CG Cinema – Arte France Cinema
Resurrection © 2025 Dangmai – CG Cinema – Arte France Cinema

Über die Ausstellung in der Kunsthalle

Unter dem Titel „sondern jene mögliche Welt – Magische Realismen heute“ widmet sich das Projekt der Schnittstelle zwischen Realität und Imagination. Ausgangspunkt ist die kunsthistorische Strömung der der 1920er, die vom Kunsthistoriker Franz Roh (1890-1965) als „Magischer Realismus“ beschrieben wurde. Gemeint ist eine künstlerische Haltung, die präzises, oft nüchternes Abbilden der Wirklichkeit mit subtilen, teils surrealen Brechungen verbindet. Das Alltägliche erscheint dabei aufgeladen, das Nebensächliche gewinnt symbolische und psychologische Tiefe. Die kuratorische Leitfrage lautet: Wie verändert sich der Blick auf die Wirklichkeit, wenn Präzision und Sachlichkeit nicht allein der Dokumentation dienen, sondern das Unsichtbare, Rätselhafte und innerlich Aufgeladene im Alltäglichen sichtbar machen – und welche ästhetischen und inhaltlichen Ausprägungen erfährt dieses Spannungsverhältnis im 21. Jahrhundert?

Die Ausstellung versammelt zeitgenössische künstlerische Positionen, die den historischen Begriff des „Magischen Realismus“ in unsere Gegenwart übertragen. Detailgenauigkeit und klare Kompositionen verbinden sich mit aktuellen gesellschaftlichen, politischen und existenziellen Fragestellungen. Das Projekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Fach Kunstgeschichte der Universität Trier. Im Rahmen eines Praxissemesters sind Studierende in alle Phasen der kuratorischen Arbeit eingebunden – von der Recherche und Werkauswahl über die konzeptionelle Entwicklung bis hin zur Redaktion eines begleitenden Ausstellungskatalogs.