13.09. – 25.10.2026

Mit der Veranstaltungsreihe MONUMENTE tritt die Kunsthalle Trier aus den eigenen Räumlichkeiten heraus und bespielt temporär – mal für Tage, mal nur für ein paar Stunden – UNESCO-Welterbestätten in und um Trier sowohl klanglich als auch performativ. In insgesamt vier künstlerischen Interventionen vom 13. September bis zum 25. Oktober 2026, werden die römischen Baudenkmäler Kaiserthermen, die Igeler Säule und die Porta Nigra als konsequenter Bestandteil des öffentlichen Raumes und Ort der kollektiven Wahrnehmung visuell, auditiv und interaktiv neu erlebbar und sind dabei, als historisch aufgeladener Handlungsraum, integrales Element innerhalb der jeweiligen künstlerischen Auseinandersetzung.

Dazu wurden die Künstler*innen Lex Rütten und Jana Kerima Stolzer, Agnetha Jaunich und Christodoulos Apostolidis, Tintin Patrone und Denise Ritter eingeladen. In ihren zeitlich begrenzten künstlerischen Interventionen bespielen sie auf je unterschiedliche Art und Weise die drei Welterbestätten sowie die Kunsthalle Trier.

 

Die Veranstaltungsreihe MONUMENTE wurde kuratiert von Frauke Drewer.

 

Die Eröffnung findet gemeinsam mit dem Künstler*innenduo Lex Rütten und Jana Kerima Stolzer am 13.09.2026, 12:00 Uhr, im Rahmen des Programms zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals an der Europäischen Kunstakademie Trier statt.

Gefördert und unterstützt von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, dem Zentrum der Antike Trier, der Stadt Trier, dem Landkreis Trier-Saarburg, der Verbandsgemeinde Trier-Land und der Ortsgemeinde Igel.
Die Reihe temporärer künstlerischer Interventionen wird veranstaltet im Rahmen von 40 Jahre UNESCO-Welterbe Trier.

Das temporäre Programm beginnt am 13. September mit einem ortsübergreifenden digitalen Soundwalk des Künstler*innenduos Lex Rütten und Jana Kerima Stolzer. Der poetische Soundwalk lädt Besucher*innen und Passant*innen gleichermaßen ein, die jeweiligen Orte, die Geschichte, Gegenwart und vielleicht sogar eine potentielle Zukunft der Baudenkmäler neu zu erfahren. Indem Gestein, Architektur und organische Materie klanglich erlebbar gemacht wird, wird Unsichtbares auditiv wahrnehmbar und stummer Masse Gehör verschafft. Der Soundwalk verbindet die ausgewählten Welterbestätten Kaiserthermen, Igeler Säule und Porta Nigra miteinander und mit der Kunsthalle Trier und wird über die Website www.tailings.cloud abrufbar sein. Er kann jederzeit eigenständig begangen werden.

Innerhalb einer audiovisuellen Performance am 20. September an den Kaiserthermen lassen die Performerin Agnetha Jaunich und der Musiker Christodoulos Apostolidis die Kaiserthermen zum Resonanzraum zwischen Vergangenheit und Gegenwart werden. In die vielschichtige Klanglandschaft, in der sich die Performerin bewegt, können die Besucher*innen durch die eigene Existenz und Bewegung im urbanen Raum aktiv eingreifen und werden akustischer Teil der Komposition und somit Bestandteil der Gegenwart der Kaiserthermen.

Die Klang- und Performancekünstlerin Tintin Patrone lädt am 17. Oktober zu einem Performance-Walk in Igel ein, der sich mit der Geschichte Igels als Ort an historischen Handelswegen ebenso wie mit der Frage heutiger Lieferketten, Dienstleistungen und Zugänglichkeiten innerhalb einer Ortschaft befasst, wodurch sich der Erzählung auf dem Bauwerk der Igeler Säule auf eine spielerische Weise angenähert wird. Im Zentrum des Walks steht ein vierbeiniger Roboter als Bote und Transportkörper, der sich mit den Teilnehmenden durch Igel bewegt, mit ihnen kommuniziert, auf sie reagiert und mit ihnen interagiert. Igel selbst wird zu einem temporären Liefer-, Musik- und Versorgungsnetzwerk.

Der Walk dauert ca. 1 bis 1,5h und endet in einer gemeinsamen musikalischen und sozialen Situation mit Essen.

Anmeldung per E-Mail an f.drewer@eka.de ist erwünscht, aber nicht erforderlich! Auch eine Teilnahme ohne Anmeldung ist möglich.

Vom 24. bis zum 25. Oktober rückt eine temporäre Klanginstallation an der Porta Nigra jene vielschichtigen Zeitebenen ins Zentrum, die im Erhalten und Sichern des Monuments zusammentreffen. Die Klangkünstlerin Denise Ritter entwickelt dafür eine elektroakustische Komposition aus Audio-Aufnahmen, die sie im Inneren der Porta Nigra während der Restaurierung aufgezeichnet hat. Über verborgene Klangquellen im Bereich des Tordurchgangs wird die Arbeit hörbar. „A Passage in Time“ läuft an nur zwei Tagen – und lässt so den Ort und das Erhalten selbst, als Vorgang und als Versprechen an die Zukunft, für kurze Zeit auf neue Weise erfahrbar werden.

Eröffnung Retrospektive Paul Magar

01.10.2026
18.00 Uhr