11.11. – 14.11.2026 Werkschau

14.11.2026 Kunstauktion

Über Jahrzehnte waren die Lebenswege von Conrad Martin (1914–1996) und Ingeborg Martin (1928–2026) miteinander verbunden – in der gemeinsamen Biografie ebenso wie in der Auseinandersetzung mit Kunst, Kultur und den Erfahrungen ihrer Zeit. Zugleich bewahrten beide eine künstlerische Eigenständigkeit.

Conrad Martin bewegte sich zwischen Malerei, Grafik und Gestaltung. Aus einer zunächst gegenständlichen Bildauffassung entwickelte er eine zunehmend freie, von Abstraktion und räumlicher Konstruktion bestimmte Kunst. Ingeborg Martin fand in der Emailkunst ihr eigenes Medium und führte dessen traditionsreiche Bildsprache in die Moderne. Ihre Arbeiten verbinden Farbe, Form und Materialität mit einer tiefen Sensibilität für Erinnerung und kulturelle Überlieferung.

Gemeinsame Reisen und die intensive Begegnung mit Landschaften, Architekturen und historischen Kulturen wurden für Beide zu einer Quelle künstlerischer Erfahrung. Das Erlebte erscheint in ihren Arbeiten jedoch nicht als dokumentarisches Abbild. Es wird überführt: Wahrnehmung wird Erinnerung, Erinnerung wird Bild.

So entfaltet sich im Werk von Conrad und Ingeborg Martin ein Dialog zwischen persönlicher Erfahrung und künstlerischer Abstraktion, zwischen regionaler Verwurzelung und der Offenheit gegenüber der Welt. „Formen der Erinnerung“ bezeichnet dabei nicht nur ein gemeinsames Motiv, sondern eine Haltung zur Kunst: die Fähigkeit, Erlebtes in eine eigenständige, über die unmittelbare Wirklichkeit hinausweisende Bildsprache zu überführen.

Eintritt kostenfrei

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Conrad Martin, Bijou, 1980, Acryl auf Malkarton
Ingeborg Martin, Bäume am Fluß, undatiert, Email
Conrad Martin, Form Rot-Blau, 1991, Acryl auf Malkarton
Ingeborg Martin, Ukyu-e, undatiert, Email
Conrad Martin, Torso III – Delos Isis, 1980, Wachskreide auf Papier
Ingeborg Martin, Athene, undatiert, Email

Kunstauktion Conrad und Ingeborg Martin

14.11.2026
17.00 Uhr