09.07. – 23.08.2026

Vom 9. Juli bis 23. August 2026 findet die Ausstellung „sondern jene mögliche Welt – Magische Realismen heute“ in der Kunsthalle Trier statt.

Unter diesem Titel widmet sich das Projekt der Schnittstelle zwischen Realität und Imagination. Ausgangspunkt ist die kunsthistorische Strömung der 1920er Jahre, die vom Kunsthistoriker Franz Roh (1890-1965) als „Magischer Realismus“ beschrieben wurde. Gemeint ist eine künstlerische Haltung, die präzises, oft nüchternes Abbilden der Wirklichkeit mit subtilen, teils surrealen Brechungen verbindet. Das Alltägliche erscheint dabei aufgeladen, das Nebensächliche gewinnt symbolische und psychologische Tiefe. Die kuratorische Leitfrage lautet: Wie verändert sich der Blick auf die Wirklichkeit, wenn Präzision und Sachlichkeit nicht allein der Dokumentation dienen, sondern das Unsichtbare, Rätselhafte und innerlich Aufgeladene im Alltäglichen sichtbar machen – und welche ästhetischen und inhaltlichen Ausprägungen erfährt dieses Spannungsverhältnis im 21. Jahrhundert?

Die Ausstellung versammelt zeitgenössische künstlerische Positionen, die den historischen Begriff des „Magischen Realismus“ in unsere Gegenwart übertragen. Detailgenauigkeit und klare Kompositionen verbinden sich mit aktuellen gesellschaftlichen, politischen und existenziellen Fragestellungen. Das Projekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Fach Kunstgeschichte der Universität Trier. Im Rahmen eines Praxissemesters sind Studierende in alle Phasen der kuratorischen Arbeit eingebunden – von der Recherche und Werkauswahl über die konzeptionelle Entwicklung bis hin zur Redaktion eines begleitenden Ausstellungskatalogs.

In Zusammenarbeit mit dem Fach Kunstgeschichte der Universität Trier
Im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2026
Gefördert von:
Die Ausstellung wird veranstaltet von:
Aris Kalaizis, Der Traum des Dr. Belanushi, 2016 Öl auf Leinwand, 200 x 230 cm © Aris Kalaizis

Über den Kultursommer Rheinland-Pfalz 2026

Das Motto „Die Goldenen Zwanziger“ bietet nicht nur eine Rückbesinnung auf eine der interessantesten Zeiten der deutschen Kulturgeschichte, sondern auch einen spannenden Bezug zur Gegenwart. Wie damals, stehen wir heute vor großen gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen.

Das Motto veranschaulicht den Wirtschaftsaufschwung in den 1920er Jahren und steht auch für eine Blütezeit der deutschen Kunst, Kultur und Wissenschaft. Man denkt zum Beispiel an Kabarett und Jazz, an Expressionismus und die Neue Sachlichkeit einerseits, andererseits aber auch an die drohende Weltwirtschaftskrise.

Heute leben wir wieder in den Zwanzigern – was zeichnet die Zweitausendzwanziger aus, was sind die wichtigsten Entwicklungen in Kunst und Kultur heute? Das ist die Frage, die wir mit dem Motto 2026 stellen.

Weitere Informationen und Veranstaltungen unter: kultursommer.de

Eröffnung sondern jene mögliche Welt

09.07.2026
18.00 Uhr